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Kooperation mit dem TSV Krankenhagen

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Bevölkerungsrückgang, Ganztagsschule, fehlende Trainingszeiten, Zunahme der kommerziellen Sportanbieter, gestiegene Ansprüche der Mitglieder, Finanzknappheit der öffentlichen Hände, gestiegener Verwaltungsaufwand, Mitarbeitermangel, Mitgliederschwund – angesichts der Verschlechterung der Rahmenbedingungen und der gestiegenen Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter stehen die Sportvereine vor großen Herausforderungen. Die Vereine müssen reagieren.

Das haben auch die Vorstände der VT Rinteln und des TSV Krankenhagen erkannt und werden eine Kooperation eingehen. Der TSV-Vorstand hat der Kooperationsvereinbarung schon zugestimmt. “Ich gehe davon aus, dass der VTR-Vorstand in seiner Sitzung Mitte Dezember ebenfalls zustimmt”, gibt sich VTR-Vorsitzender Karl-Heinz Frühmark optimistisch.

Durch die Ausweitung der Ganztagsschulen haben die Vereine immer weniger Zugriff auf die Kinder. Das stellt die Vereine vor erhebliche Probleme. “Der TSV Krankenhagen ist sehr froh, in der VTR einen Partner gefunden zu haben, mit dem man die Arbeit in Kindertagesstätten und Schulen ausbauen kann. Außerdem ist uns wichtig, neue Angebote im Gesundheitssport zu entwickeln, und besonders für ältere Menschen Angeobte vor Ort machen zu können”, befürwortet Christel Struckmann, die stellvertretende Vorsitzende des TSV Krankenhagen, die Kooperation.

“Die sich verschlechternden Rahmenbedingungen mit ihren Folgen werden auch vor größeren Sportvereinen nicht halt machen. Kooperationen wie mit dem TSV bieten große Chancen gemeinsam viele Aufgaben und Probleme besser lösen zu können”, begründet Frühmark den Schritt und fährt fort: “Wenn man die Sportangebote der beiden Vereine näher betrachtet, wird deutlich, dass die Geschäftsfelder beider Vereine sehr gut zueinander passen, da sie sich kaum überschneiden, sondern unterschiedliche Inhalte aufweisen und verschiedene Zielgruppen bedienen. Das trifft für Fußball beim TSV zu sowie für Kunstturnen, Rhönradturnen, Trampolinturnen, Badminton, Klettern und einiges andere mehr bei der VTR. Aber auch alleinstellungsmerkmale schützen nicht vor Mitgliederschwund, wenn gesellschaftliche Entwicklungen wie die negative Demografiekurve sowie Ganztagsschulen und Ganztagskindertagesstätten Strukturen und Zahlen der Sport Treibenden grundlegend verändern. Stellvertretend möchte ich nur eine Zahl nennen. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der bis 17-Jährigen in Rinteln an der Bevölkerungszahl um 29,8 Prozent abnehmen. Da können vereinsübergreifende Angebote oder auch die Möglichkeit, das Angebot des Kooperationspartners wahrnehmen zu können, sehr hilfreich sein.”

Wie sieht die Kooperationsvereinbarung aus? Sportangebote der Grundversorgung wie Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen, Turnen für Erwachsene und Gesundheitssport sowie Angebote für Senioren bleiben vor Ort erhalten. Um Konkurrenzsituationen zu vermeiden, soll die Einführung neuer Angebote außterhalb der Grundversorgung geprüft werden, ob ein vergleichbares Angebot bereits im jeweils anderen Verein vorhanden und eine Nutzung durch Mitglieder des anderen vereins möglich ist. Sportangebote, die der eigene verein nicht anbietet oder im eigenen Verein überbelegt sind, können beim Kooperationspartner in Anspruch genommen werden.

Das Gesundheitssportprogramm beider Vereine soll durch gemeinsame zukunftsorientierte Angebote ausgebaut werden, insbesondere in den Bereichen Ernährung und bewegung, Stressprävention und Hilfe bei Depressionen, Alterskrankheiten sowie Behindertensport.

Übungsleiterinnen und Übungsleiter (ÜL) können gemeinsam beschäftigt werden. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung von ÜL soll gemeinsam organisiert werden.

Die Kooperationspartner sollen sich bei der Belegung von Sporträumen abstimmen. “Dazu zählt künftig auch die nutzung des von der VTR geplanten Sport- und Gesundheitszentrums an der Burgfeldsweide”, blickt Frühmark voraus.

Sportgeräte können gemeinsam eingekauft und genutzt werden, Veranstaltungen gemeinsam geplant und ausgerichtet werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Partnern wie Schulen, Kindergärten, Krankenkassen und Familienzentrum Rinteln soll ausgebaut werden. Zur Beitragsgestaltung vereinsübergreifender Inanspruchnahme der Angebote sollen Ausgleichsbeiträge vereinbart und eine gemeinsame Familienkarte eingeführt werden.

Wie soll die Kooperation umgesetzt werden? “Den Verantwortlichen der VT Rinteln und des TSV Krankenhagen ist bewusst, das die Kooperationsvereinbarung nicht in allen Teilen sofort umgesetzt, sondern nur schrittweise verwirklicht werden kann. Deshalb vereinbaren beide Partner auch keinen Termin des Inkrafttretens, sondern verständigen sich jeweils darüber, wann ein Bereich umsetzungsreif erscheint”, so Heinz Küster, der Vorsitzende des TSV Krankenhagen. Die Kooperationsvereinbarung werde daher jährlich auf ihre Zweckmäßigkeit und Wirksamkeit sowie den Umfang der angbotenen Leistungen überprüft.

Schaumburger Zeitung

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